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Raw Blame History

Design-Vorschlag: Modul-15 → Modul-09 Anbindung (Safety-/Trading-Control)

Status: NUR DESIGN-VORSCHLAG — keine Implementierung. Datum: 20.08.2026 · Autor: Rain Ocampo (Hermes) Gilt für: Modul-09-Execution-Service (FREIGEGEBEN, Order-Pfad) ↔ Modul-15-Monitoring-Control (IMPLEMENTIERT + E2E-verifiziert, noch nicht freigegeben)

Scope-Regeln (verbindlich):

  • M09 wird nicht verändert, bis dieser Vorschlag vom Nutzer freigegeben wurde.
  • M15 bleibt nicht freigegeben bis Nutzer-Freigabe.
  • M16 wird nicht begonnen.
  • Dieser Vorschlag ist Architektur/Pseudoflow, kein Code.

1. Ziel

Modul-15 wird die autoritative Safety-/Trading-Control-Instanz für den Order-Durchstich. Modul-09 darf neue Orders nur senden, wenn M15 dies eindeutig erlaubt.

Kernauftrag: kein OPEN/INCREASE, solange M15 nicht eindeutig ENABLED bestätigt. Gleichzeitig darf ein HALT niemals Risikoreduktion / Position-Schließen verhindern (Exit-Pfade bleiben immer frei).


2. Ist-Zustand in M09 (Kontext für den Vorschlag)

Der Order-Pfad in app/core/service.py::_on_event ist heute:

TRADE_APPROVED (Modul-08)
  → 1) Idempotenz (already_processed)
  → 2) Harte Validierung validate_trade_approved (FAIL-CLOSED)
  → 3) Broker-Bereitschaft validate_broker_ready (FAIL-CLOSED)
  → 4) Order atomar in DB anlegen (Advisory Lock + Transaktion, PENDING)
  → 5) _submit_and_track → BrokerAdapter.submit_order

Heutiger Kill-Switch: rein konfigurativ TRADING_ENABLED=false (Default, sicher für LIVE). Es existiert keine externe Echtzeit-Control-Schnittstelle im Order-Pfad.

Einbau-Punkt (Vorschlag): zwischen Schritt 4 (Order angelegt) und Schritt 5 (Broker-Submit) — d. h. unmittelbar vor submit_order. Alternativ als zusätzlicher Check in Schritt 2. Empfehlung: als eigener Schritt zwischen 4 und 5, weil dort die Order bereits idempotent in der DB liegt und wir den Final-Check „direkt vor dem Senden" platzieren (Race-Window minimal).


3. Trading-States & Regelwerk

3.1 Globale Trading-States (autoritativ: M15)

State Bedeutung neue OPEN/INCREASE REDUCE CLOSE/CANCEL
ENABLED Alle krit. Dienste gesund, aktuelle Market-Data, Trading erlaubt ERLAUBT erlaubt erlaubt
PAUSED Nicht-krit. Störung (Analytics/Notification), Risiko-umfeld unklar VERBOTEN ERLAUBT ERLAUBT
HALTED Krit. Ausfall (PG/RMQ/Execution/Market-Data/UNKNOWN) VERBOTEN ERLAUBT ERLAUBT
UNKNOWN / M15 nicht erreichbar / Status veraltet Unklarheit VERBOTEN (FAIL-CLOSED) ERLAUBT (konservativ) ERLAUBT

Kernregel: Nur ENABLED erlaubt neue Positionen (OPEN) oder Aufstockung (INCREASE). Alles andere (PAUSED/HALTED/UNKNOWN/nicht erreichbar/veraltet) blockiert OPEN/INCREASE. REDUCE/CLOSE (Risikoreduktion/Position schließen) sind immer erlaubt — unabhängig vom State.

3.2 Order-Kategorien (Einordnung)

Aktion Bedeutung Regel bei PAUSED/HALTED/UNKNOWN
OPEN Neue Position eröffnen BLOCKIEREN
INCREASE Bestehende Position aufstocken BLOCKIEREN (Neue-Position-Logik, Risiko wächst)
REDUCE Position verkleinern ERLAUBT (Risiko sinkt)
CLOSE Position schließen ERLAUBT (Risiko eliminieren)
CANCEL Offene/geplante Order stornieren ERLAUBT (kein neues Risiko)

Begründung INCREASE blockiert: Aufstocken fügt neues Marktrisiko hinzu — bei HALT/Unklarheit unerlaubt. REDUCE/CLOSE/CANCEL sind per Definition risikoreduzierend → immer frei.


4. Vergleich der Anbindungs-Varianten

Variante A — synchroner HTTP-Check vor jeder Order

M09 ruft vor jedem Submit GET /control/trading-state auf M15 (Docker-intern) auf.

Kriterium Bewertung
Sicherheit Sehr hoch — liest immer den frischesten autoritativen Zustand. FAIL-CLOSED bei Timeout.
Latenz Pro Order +1 Round-Trip (ms-Bereich, Docker-Netz). Bei vielen Orders spürbar, aber Orders sind selten.
Ausfallsicherheit M15-down → HTTP-Time out → FAIL-CLOSED (blockieren). Sicher, aber M15 wird Single Point of Failure für OPEN.
Race Conditions M15 könnte direkt nach Antwort auf HALTED wechseln → Race trotz Check (siehe §7). Final-Check nur minimal schmaler.
Single Point of Failure Ja — M15 ist für OPEN/INCREASE zwingend. Bei M15-down wird der Execution-Service sonst blind blockiert.
Bei RabbitMQ-Ausfall HTTP bleibt funktionsfähig (separater Kanal) → Check ok; aber M15 meldet RABBITMQ_UNREACHABLE→HALTED → korrekt blockiert.
Bei M15-Ausfall Timeout → FAIL-CLOSED → OPEN/INCREASE blockiert (gewünscht). REDUCE/CLOSE müssen ausgenommen werden, sonst kann Position nicht geschlossen werden.
Komplexität Gering — ein HTTP-Call, kein Cache, kein Subscription.
Nachvollziehbarkeit/Audit M15 protokolliert jede Anfrage; M09 loggt Check + Ergebnis. Gut, aber hochfrequent (jede Order).

Variante B — Event-basierter Status-Cache (publish/subscribe)

M15 publiziert Statusänderungen auf market.control; M09 subscribt und hält ein lokales State-Modell.

Kriterium Bewertung
Sicherheit Mittel — Status nur so frisch wie das letzte Event + Cache-TTL; riskant ohne TTL/Herzschlag.
Latenz Sehr gering — kein HTTP im kritischen Pfad, Cache-Lookp.
Ausfallsicherheit Schlecht — RabbitMQ-Ausfall ⇒ keine Events mehr; Cache wird stale. Ohne TTL würde M09 mit veraltetem ENABLED weiter traden. Gefahr.
Race Conditions Stale-Cache ist die größte Race-Quelle. Event-Reihenfolge/Lag.
Single Point of Failure RabbitMQ als Event-Bus ist der SPOF für den Status-Transport.
Bei RabbitMQ-Ausfall Events stoppen → Cache veraltet → genau das Risiko, das wir vermeiden wollen. Muss über Cache-TTL + Fail-CLOSED gelöst werden.
Bei M15-Ausfall Keine neuen Events → Cache veraltet. Ohne TTL gefährlich (weiter OPEN).
Komplexität Mittel — Subscription, Cache-Update, TTL-Reinigung, RabbitMQ-Reconnect im M09.
Nachvollziehbarkeit/Audit Gut — Event-Stream ist Append-Log; aber Cache-Echo im M09 ist ein zweites Modell (Konsistenzpflege).

Variante C — Kombination: Event-Cache + synchroner Final-Check (EMPFEHLUNG)

Event-Cache als schnelle Vorfilterung, synchroner HTTP-Final-Check unmittelbar vor dem Broker-Submit als harte Bestätigung. Nur wer beide klar "ENABLED" liefert, darf OPEN/INCREASE.

Kriterium Bewertung
Sicherheit Sehr hoch — zweistufig. Cache als Bauraus/Performance, HTTP-Final als Autorität.
Latenz Fast so gering wie B im Common-Case, da Vorfilter die meiste Zeit per Cache durchläuft; aber der obligatorische Final-Check ist der Latenzdominante Teil (immer +1 HTTP).
Ausfallsicherheit Beste — Cache kann "PAUSED/HALTED/UNKNOWN" sofort blockieren; HTTP- Ausfall ⇒ FAIL-CLOSED. Zwei unabhängige Quellen.
Race Conditions Der synchronier Final-Check (TTL = kurz, unmittelbar vor dem Submit) minimiert die Chance, dass M15 direkt danach HALTED setzt. Plus control_version-Bump (§7) zum harten Ausschluss.
Single Point of Failure M15 bleibt SPOF für OPEN/INCREASE (unvermeidbar, da autoritativ). REDUCE/CLOSE ausgenommen.
Bei RabbitMQ-Ausfall Cache veraltet → aber Cache-Logik blockiert bei "veraltet/UNKNOWN"; HTTP-Final ist unabhängig vom Bus → liefert korrekte M15-Sicht (die selbst RMQ-Ausfall als HALTED sieht).
Bei M15-Ausfall HTTP-Final-Check schlägt fehl → FAIL-CLOSED, OPEN/INCREASE blockiert. REDUCE/CLOSE frei.
Komplexität Höher (beides). Aber gut beherrschbar; Cache als reiner nicht-kritischer Vorfilter, Autorität liegt klar beim HTTP.
Nachvollziehbarkeit/Audit Exzellent — Final-Check liefert state_version + timestamp + audit_id pro Order; Cache-Zustand separat auditierbar.

Zusammenfassung der Varianten

A (HTTP) B (Event-Cache) C (Kombi)
Sicherheit hoch mittel sehr hoch
Latenz +HTTP sehr gering gering (HTTP-Final)
Ausfallsicherheit ok (SPOF M15) schwach (RMQ SPOF) beste
Race-Risiko minimiert (kurz) hoch (stale) minimiert
RMQ-Ausfall korrekt (HALTED) risiko (stale) korrekt
M15-Ausfall FAIL-CLOSED risiko (stale) FAIL-CLOSED
Komplexität gering mittel höher
Audit gut zweites Modell exzellent

Empfehlung: Variante C (Event-Cache als Vorfilter + synchroner Final-Check).


5. Race Condition & Lösung

Problem: M09 prüft ENABLED, M15 wechselt sofort danach auf HALTED — bevor M09 die Order gesendet hat.

Lösung (Kombination):

  1. Final-Check unmittelbar vor submit_order — minimales Zeitfenster (ms) zwischen Check und Send.
  2. TTL auf der HTTP-Antwort: expires_at (z. B. now + 500 ms). Ist die Antwort beim Senden abgelaufen (Fenster überschritten), NICHT senden → Order nach FAILED/REJECTED mit CONTROL_STATE_STALE markieren.
  3. state_version (Monoton aufsteigend, von M15 je Status-Änderung). M09 übernimmt die im Final-Check gesehene Version. Beim Broker-Submit trägt die Order die control_version; die Audit-Kette verbindet genau die Version, die gegolten hat, mit dem Versand.
  4. Bestätigtes Einverständnis: Der Check liefert trading_status=ENABLED und state_version und expires_at. Nur wenn beides vorliegt und innerhalb der TTL ist, darf OPEN/INCREASE durchgehen.
  5. Audit-ID / Correlation: M09 erzeugt control_audit_id, M15 protokolliert die Bestätigung. Damit ist der „wir haben im ENABLED-Zustand gesendet" Moment exakt nachvollziehbar.

Kein "Senden dann hoffen": Ist das Fenster überschritten oder Status unklar → FAILED mit CONTROL_STATE_UNKNOWN/CONTROL_STATE_STALE, niemals blind erneut senden (konsistent zum bestehenden M09-Time-out-Handling: erst Status beim Broker klären, dann entscheiden).


6. API-Vertrag M15 → M09

6.1 GET /control/trading-state (von M09 im Final-Check)

Request: keiner (oder optional ?action=OPEN / ?for_action=OPEN zur Kontext-Auditierung)

Response 200 (ENABLED):

{
  "trading_status": "ENABLED",        // ENABLED|PAUSED|HALTED|UNKNOWN
  "system_status": "HEALTHY",          // Kontext
  "state_version": 42,                 // monoton, von M15 je Änderung
  "timestamp": "2026-08-20T15:30:00Z", // Erzeugzeit (UTC, ISO 8601)
  "expires_at": "2026-08-20T15:30:00.5Z", // TTL-Horizont (Server), z. B. now+500ms
  "ttl_seconds": 0.5,
  "audit_id": "ctl-..."              // M15-interne Audit-Kennung der Bestätigung
}

Nur dieses Objekt mit trading_status=ENABLED und expires_at in der Zukunft gilt als "eindeutige Erlaubnis".

Response (blockiert): gleiches Schema, aber trading_status = PAUSED/HALTED/UNKNOWN.

Fehler/Timeouts:

  • HTTP 503 → M15 selbst nicht Ready/unbekannt → FAIL-CLOSED (als HALTED/unbekannt behandeln).
  • Timeout/5xx/netz → FAIL-CLOSED, als UNKNOWN behandeln.
  • Alle nicht-ENABLED-Antworten → OPEN/INCREASE verweigert.

6.2 Empfehlung der aktuellen API-Form

M15 hat aktuell GET /control/trading-state (liefert trading_status + system_status). Für M09-Anbindung empfehle ich die obige Erweiterung um state_version, timestamp, expires_at, audit_id — dies ist ein additiver API-Vertrag (kein Breaking Change). Das ist im Vorschlag berücksichtigt; die konkrete Umsetzung erfolgt erst nach Freigabe.


7. Event-Schema für Status-Änderungen (market.control)

M15 publiziert auf Exchange market.control, Routing trading.statenur bei Status-Änderung (keine Schleife).

{
  "event_id": "evt-...",
  "event_type": "trading.state",
  "timestamp": "2026-08-20T17:30:00Z",
  "version": 1,
  "payload": {
    "trading_status": "HALTED",      // ENABLED|PAUSED|HALTED|UNKNOWN
    "system_status": "UNHEALTHY",
    "state_version": 43,
    "reason_codes": ["POSTGRESQL_UNREACHABLE", "PERSISTENCE_FAILURE"],
    "changed_at": "2026-08-20T17:30:00Z"
  }
}

Im Cache (Variante C):

  • M09 hält last_state (trading_status + state_version + received_at).
  • TTL (z. B. 5 s): ist received_at älter als TTL → Cache behandelt als UNKNOWN/veraltet → OPEN/INCREASE blockiert (auch wenn letztes Event ENABLED war).
  • Ein Event state_version älter als bereits gesehen → ignorieren (kein Regress).

8. Verhalten nach Recovery

  • Kein automatisches RESUME: M15 nimmt nach Behebung der Ursache Status selbst neu (z. B. HALTED→HEALTHY→ENABLED) nur durch den regulären Monitoring-Zyklus (Ursache wirklich erneut geprüft). Es gibt kein verstecktes Auto-Resume.
  • M09 wartet darauf: erst wenn ein neues Event mit trading_status=ENABLED und neuer state_version oder ein HTTP-Final-Check mit ENABLED vorliegt, sind OPEN/INCREASE wieder möglich.
  • Ein PAUSED→ENABLED-Übergang verlangt, dass M15 nachweislich die früheren HALT-Gründe entfernt hat (keine Reason-Codes mehr). Dies wird durch die bestehende FAIL-CLOSED-Regel + idempotentes Event sichergestellt.
  • Cache-TTL-Disziplin: Nach einem HALTED/PAUSED-Ereignis bleibt M09 vorsichtig: Es traut dem Cache erst wieder, wenn ein neues ENABLED-Event (hohe Version) eingegangen ist — niemals basierend auf Zeitablauf der Sperre, sondern auf bestätigter Freigabe.

9. Audit in M09 (zusätzlich zu M15-Audit)

Für jede Order-Entscheidung (im M09-Storage bzw. execution_event):

  • control_status: Ergebnis des Final-Checks (ENABLED/PAUSED/...)
  • control_state_version: Version, die beim Send gegolten hat
  • control_expires_at / control_ttl: TTL-Horizont
  • control_audit_id: vom Final-Check zugeordnet
  • control_check_source: final_http (und optional cache)

Damit ist jede Order exakt dem autoritativen Zustand zum Sendzeitpunkt zugeordnet (Audit-Kette vollständig).


10. Zusammenfassung Architektur-Empfehlung

Variante C: Event-Cache (mark-to-control, TTL, state_version) als nicht-kritischen Vorfilter im M09 + synchronier HTTP-Final-Check (GET /control/trading-state, mit expires_at+state_version+audit_id) unmittelbar vor submit_order. Beide müssen ENABLED und frisch sein; sonst OPEN/INCREASE blockiert (FAIL-CLOSED). REDUCE/CLOSE/CANCEL sind von der Control-Regel ausgenommen und laufen immer.

  • Zustand, der OPEN/INCREASE erlaubt: Cache == ENABLED (frisch) UND Final-Check == ENABLED (frisch).
  • Sonst alles: blockiert OPEN/INCREASE; REDUCE/CLOSE/CANCEL frei.
  • FAIL-CLOSED: M15 nicht erreichbar, Timeout, Cache veraltet, UNKNOWN → OPEN/INCREASE verweigert.
  • M15 bleibt SPOF nur für OPEN/INCREASE (unvermeidbar, autoritativ). Exit/Close bleibt immer möglich.

11. Pseudoflow (Order-Durchstich M09)

TRADE_APPROVED (Modul-08)
  │
  ▼
1. Kategorisiere Aktion: OPEN | INCREASE | REDUCE | CLOSE | CANCEL
  │
  ├─ action ∈ {REDUCE, CLOSE, CANCEL}  →  ERLANG DURCHSTICH (kein Control-Check)
  │      └─→ weiter zum bestehenden Submit-Pfad
  │
  └─ action ∈ {OPEN, INCREASE}
       │
       ▼
2. [Cache-Vorfilter]  local_state = cache.get()
       ├─ local_state ist stale (age > TTL)  →  → zum Final-Check (unten) aber NICHT aus Cache ableiten
       └─ local_state.trading_status != ENABLED  →  BLOCKIERT (markiere FAILED/REJECTED, CONTROL_STATE_*)
       │
       ▼
3. [Final-Check]  resp = M15 GET /control/trading-state   (Time out: 800ms, Retry: 1×)
       ├─ Timeout/5xx  →  FAIL-CLOSED → BLOCKIERT (FAILED, CONTROL_STATE_UNKNOWN)
       └─ resp.trading_status != ENABLED  →  BLOCKIERT (FAILED, CONTROL_STATE_*)
       └─ resp.expires_at <= now          →  BLOCKIERT (FAILED, CONTROL_STATE_STALE)
       ▼
4. Zustand grün (ENABLED, frisch, version=resp.state_version)
   → Order in DB (PENDING, CONTROL_FIELDS: version, audit_id, expires)
       ▼
5. unmittelbar danach: broker.submit_order(request)   ← nur zwischen 4 und 5 minimales Fenster
       ▼
6. Ergebnis verarbeiten (FILLED/REJECTED/FAILED), Audit-Event mit control_* schreiben

Zeit-/Retry-Parameter (Vorschlag)

  • Final-Check-HTTP-Timeout: 500 ms (Docker-intern, schnell); Retry: max 1 sofort.
  • expires_at-TTL (M15): 500 ms (Server-seitig gesetzt).
  • Nach Timeout/unklar: nicht senden; Order als FAILED/REJECTED mit CONTROL_STATE_UNKNOWN/STALE.
  • Kein Auto-Resume, kein "dann schicken wir eben ohne Check".

Warum REDUCE/CLOSE/CANCEL durchlaufen

  • Ziel des Control ist Risiko-Management. Ein HALT darf Risiko niemals einfrieren — im Gegenteil, muss das System bei Problemen schneller in der Lage sein, Positionen abzubauen.
  • REDUCE/CLOSE/CANCEL senken/eliminieren Risiko → immer erlaubt, unabhängig von M15-Status.

12. Offene Punkte für die Nutzer-Freigabe

  1. API-Vertrag erweitern (state_version, expires_at, ttl_seconds, audit_id) in M15 (additiv).
  2. M09-Check-Position: zwischen Schritt 4 (Order in DB) und 5 (Broker-Submit) — bestätigen.
  3. TTL-Wert (expires_at-Fenster) festschreiben (Vorschlag 500 ms).
  4. Kategorisierung der Order-Aktion in M09 (OPEN/INCREASE/REDUCE/CLOSE/CANCEL) ableiten — M09 muss aus dem TRADE_APPROVED die Aktion bestimmen (Vorschlag: über direction/Kanten-Art der Entscheidung).
  5. M03M06-Klassifikation (Market-Data-Pipeline): ob Einzel-Ausfall dieser Module wirklich HALTED auslösen soll, oder nur deren Daten-Staleness — zu finalisieren, beeinflusst WEN oft HALTED greift.
  6. SPOF-Akzeptanz: M15 ist für OPEN/INCREASE zwingend (autoritativ). Exit-Pfad bleibt frei.
  7. M15 weiterhin nicht freigeben, M16 nicht beginnen bis Nutzer-Entscheid.

Dies ist ein Design-Vorschlag. Es wurde kein Code geändert. M15 nicht freigegeben. M16 nicht begonnen.